SAFETY ANGLE WIKI.

Übersicht 

Anforderungen an ein Abbiegeassistenz-Systeme für die Aus- und Nachrüstung
an Nutzfahrzeugen

United Nations Economic Commission
for Europe (UNECE)

Österreich

Deutschland

Europa

Rechtliche
Grundlage

Empfehlungen für Mindestanforderungen, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) oder ECE/TRANS/WP.29/2019/28 (sofern in Kraft getreten)

Empfehlungen für Mindestanforderungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

UNECE-TRANS-WP.29-2019-28 (Draft)

Anwendungsbereich der Vorschrift

Der Anwendungsbereich der UNECE-TRANS-WP.29-2019-28 ist formal auf > 8 t Klasse N2 und N3 eingeschränkt.

Die Anforderungen an einen Abbiegeassistenten gelten für Kraftfahrzeuge der Klassen N2 und N3 sowie
(nur bezüglich Förderungen in DE) für Kraftomnibusse mit mehr als 9 Sitzplätzen inkl. Fahrersitzplatz.

Art der
Signalisierung

Das UNECE-TRANS-WP.29-2019-28 unterscheidet zwischen Information Signal und Warning Signal. Das Warn Signal ist auszugeben, wenn durch die Einleitung einer Kurvenfahrt eine Kollision unvermeidlich wird. 
Für die Warnung sind optische, akustische, haptische Signale oder eine Kombination derer zulässig.

Definiert ist eine optische Signalisierung. Weiters sind keine spezifischen Ausführungen angegeben.

Abdeckungs-bereich

Auf Basis der angegebene statischen und dynamischen Testfälle ist ein deutlich größerer Bereich zu überwachen.
Dieser definiert sich unter anderem auch über die Zeit von Erkennung des Objektes bis zur Anzeige der Information.

0,9 m bis 2,5 m seitlicher Abstand vom Kraftfahrzeug, von der vorderen rechten Ecke des Kraftfahrzeugs reichend bis 6 m hinter die Fahrzeugfront.

Wann hat eine Signalisierung zu erfolgen?

Das Informationssignal soll ausgegeben werden, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

  • zwischen first point of information und last point of information

  • bei Fahrradgeschwindigkeiten von
    5…20 km/h

  • bei einem seitlichen Abstand des Fahrrads von 0,9…4,25 m

  • bei einer Kollissionsgefahr im Bereich
    0…6 m hinter der vorderen rechten Fahrzeugecke

  • bei einer typischen Lenkradbewegung

Optische Signalisierung von gefährdeten Radfahrenden mindestens im geforderten Abdeckungsbereich bei Fahrzeuggeschwindigkeiten mindestens im Bereich vom Stillstand bis 30 km/h als auch Fahrradgeschwindig-keiten mindestens im Bereich von 5 km/h bis 20 km/h. 

Zusätzlich soll das Informationssignal soll auch dann ausgegeben werden, wenn ein Fahrrad im seitlichen Abstand von 0,25…0,9 m und zumindest in Höhe des vordersten Rades bei Geradeausfahrt erkannt wird. 
Für Kamera-/Monitor Systeme sind zusätzlich eine Reaktionszeit von 1,4 s und entsprechende Nachweise definiert.

Hat in einem Bereich zu erfolgen in dem Fahrräder gefährdet sind, durch das Kraftfahrzeug erfasst zu werden, wenn eine Kurvenfahrt des Kraftfahrzeugs eingeleitet würde.

Das Warnsignal ist auszugeben, wenn durch die Einleitung einer Kurvenfahrt eine Kollision unvermeidlich wird.

Nicht spezifiziert.

Welche Objekte müssen erkannt werden?

Eine Signalisierung statischer Objekte (Verkehrskegeln, Verkehrszeichen, Hecken und parkenden Fahrzeugen), mit denen eine bevor-stehende Kollision erkannt wurde, ist erlaubt.

Grundsätzlich darf eine Signalisierung im Innenraum des Kraftfahrzeugs nur auf Fahrräder mit Radfahrenden erfolgen. Ist eine Unterscheidung zwischen Rad-fahrenden und anderen Objekten durch das System nicht möglich, muss das System über eine zusätzliche bildhafte Anzeige verfügen.
Eine Signalisierung statischer Objekte (Verkehrskegeln, Verkehrszeichen, Hecken und parkenden Fahrzeugen), mit denen eine bevorstehende Kollision erkannt wurde, ist erlaubt.

Die Erkennung kleinerer Fahrräder (<= 36% als die
in der ISO definierten Objekte) ist durch Dokumentation, Simulation oder andere Methoden nachzuweisen.

Eine Signalisierung anderer schwächerer Verkehrsteilnehmer ist erlaubt.

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